Wie alles begann …

Im Jahr 1988 besuchte Meta Rentzsch aus Haltern ihre Tochter Hiltraud Elsing in Kapstadt, die als junge Frau aus Deutschland nach Afrika auswanderte. Im Flugzeug begegnete ihr Mutter Theresa, die auf dem Weg in die Elendsquartiere der afrikanischen Großstädte war. Nach einem langen Gespräch war Frau Rentzsch so bewegt, dass sie – in Kapstadt angekommen – sich zusammen mit ihrer Tochter auf den Weg machte nach Khayelitsha, dem wohl größten Slumgebiet in der Nähe von Kapstadt. Was sie dort sahen und erfuhren, bedrückte sie so sehr, dass Mutter und Tochter beschlossen, aktiv zu werden. Wieder zurück in Deutschland wurde als erstes der „Förderverein Khayelitsha e.V. Haltern am See“ gegründet, deren Mitglieder sofort begannen, durch Öffentlichkeitsarbeit, Basare u.ä. sich um Geld- und Sachspenden zu bemühen.

Meta Rentzsch, 1989 in Khayelitsh

Hiltraud Elsing sorgte vor Ort auch durch ihren guten Draht, den sie als Baufachfrau zu vielen Firmen hatte, für die Realisierung der nun entstehenden Pläne. Im Laufe der Jahre entstanden so viele Projekte. Meta Rentzsch und Hiltraud Elsing haben erlebt, wie aus ihrer persönlichen Betroffenheit diese große Hilfe für die Ärmsten der Armen entstehen kann. Sie sind mittlerweile mit vielen anderen hilfsbereiten Menschen, unermüdlich für diese gute Sache unterwegs und haben ihr Leben in den Dienst dieser Menschen gestellt.

Meta Rentzsch hat im Oktober 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr Lebenswerk erhalten.

Südafrika hat sich in den 90er Jahren politisch ungeheuer verändert. Die neue Verfassung, die 1997 in Kraft trat (wobei auch die deutsche Verfassung Pate stand), gehört zu den fortschrittlichsten der Welt. Es bleiben die sozialen Probleme: hohes Bevölkerungswachstum, starkes Armutsgefälle, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Aids und seine Folgen. Kapstadt, die Stadt an der Südspitze Afrikas, ist hinreißend schön. Das Klima, die Landschaft, die Natur mit ihrer unvorstellbaren Fülle an Pflanzen und Tieren scheint perfekt zu sein.

Khayelitsha (das ist Xhosa – eine der elf Amtssprachen – und bedeutet: Neue Heimat) ist das größte Township in Kapstadt. In diesem Elendsviertel wohnen in Hütten aus Pappe, Blech, Holz und manchmal aus Stein ca. 1,5 Millionen Menschen, davon etwa 50% Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt etwa 70%. Bandenkriminalität, Drogenmissbrauch und Kindesmisshandlungen sind nicht selten. Kaum ein Weißer oder Europäer wagt sich bis heute in das Viertel. In diesem Stadtgebiet wurden bis heute 15 Projekte unter der Aufsicht von Elise Elsing gebaut und in Gang gebracht und es werden weitere folgen!

So sieht es bis heute (2017) in Khayelitsha aus. Ein Haus am anderen, dicht gedrängt, auf einer Fläche verteilt so groß wie Nürnberg! Es gibt nur wenige sanitäre Einrichtungen, nicht alle haben Strom, im Sommer ist es unerträglich heiß und im Winter lausig kalt.

Lokaler Friseurshop

Hoffnungsschimmer für diese zwei jungen Männer – der eigene Friseurshop – Mit den geringen Mitteln die sie zur Verfügung haben, versuchen sie ihren Lebensstandard zu verbessern und eröffneten ihr eigenes Geschäft voller Stolz!

Obst- und Gemüsehändler im Township, Dezember 2011

 

FÖRDERVEREIN KHAYELITSHA E.V. HALTERN AM SEE
1.Vorsitzende: Meta Rentzsch
Postanschrift: Breitenweg 29, 45721 Haltern am See,
Tel. 02364/5795
mail: info@khayelitsha.de

Spendenkonto:
Sparkasse Haltern am See
IBAN DE85426513150007000904
BIC: WELADED1HAT