Als am 05.03.2020 der erste Fall von Corona in Südafrika bekannt wurde, reagierte die Regierung sofort und hat den totalen Lock Down beschlossen.
Am 15. März rief Staatspräsident Cyril Ramaphosa den Katastrophenzustand aus. Bereits am 23. März verhängte Ramaphosa einen strikten Lock Down der ab dem 26. März einzuhalten war. Die Ausgangssperre gehört zu den weltweit strengsten Maßnahmen gegen die Verbreitung des neuartigen Corona Virus. Das Verlassen des Hauses ist nur für Einkäufe von wichtigen Lebensmitteln, Medikamenten und Arztbesuche gestattet. Spaziergänge und sportliche Betätigung im Freien sind nicht gestattet. Selbst der Hund darf nicht Gassi geführt werden.

In den Orten, wo der wohlhabendere Teil der Bevölkerung lebt, werden Hygiene und Abstandsregelungen gut umgesetzt. Dies ist in den Township mit einer hohen Besiedlungsdichte, den beengten Wohnverhältnissen in den Wellblechhütten und den rudimentären Sanitäranlagen jedoch kaum möglich. Dort besteht auch das höchste Risiko einer extremen Verbreitung des Virus.

Durch den Lock Down hat sich die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit drastisch erhöht, da von einem auf den anderen Tag die bescheidenen Verdienstmöglichkeiten der Tagelöhner weggefallen sind. Damit tritt neben der Angst vor dem Virus das Problem, die Familien zu ernähren und mit dem Lebenswichtigsten zu versorgen, in den Vordergrund.

Hiltraud Elsing, die vor Ort die Projekte des Fördervereins Khayelitsha leitet, erreichten rasch die Hilferufe der Betreuer aus den Einrichtungen, die der Förderverein gebaut hat. Sie informierte den Vorstand des Fördervereins in Haltern am See, für den schnell fest stand, dass hier geholfen werden muss.

Was nützen schöne neue Häuser, wenn sie anschließend nicht mit Leben gefüllt werden können, weil es nicht nur Corona- Tote gibt, jedoch die Hungersnot viel mehr Menschen verzweifeln und sterben lässt. So wurden schnell Grundlebensmittel wie Maismehl, Reis, Bohnen, Linsen usw. im Geschäft vor Ort geordert und in einer Woche über 600 Lebensmittelpakete gepackt und an die Bedürftigen weitergeleitet. Zudem konnten nach einigen Tagen die Suppenküchen in den vom Förderverein gebauten Zentren Nobantu und Khumbulani, mit Erlaubnis der Polizei, wieder geöffnet werden, um hier dem Hunger entgegen zu wirken. So werden ca. 500 Menschen täglich mit einer warmen Mahlzeit, zu der auch der von uns geförderte Gemüsegarten beiträgt, versorgt. Somit konnten wir durch Spendenbeiträge mal wieder in Khayelitsha helfen und die Sorgen der Bewohner des Townships ein wenig lindern. Anfang Mai wurde der Lock Down etwas gelockert. Jedoch besteht immer noch eine weitreichende Ausgangssperre und für die Tagelöhner aus Khayelitsha gibt es nach wie vor keine Möglichkeit finanzielle Einnahmen zu erzielen. Es gibt weder Kurzarbeiter – noch Arbeitslosengelder.

Freude über die Lebensmittelspenden im Khumbulani Zentrum

Wir wollen mit unserer Hilfe dem Hunger entgegenwirken und freuen uns über jede weitere finanzielle Hilfe. Sollten Sie uns unterstützen wollen, bitte zahlen Sie Ihre Spende auf das Konto: DE85 4265 1315 0007 0009 04 bei der Stadtsparkasse Haltern am See oder DE82 4016 4528 0187 451900 bei der Volksbank Südmünsterland-Mitte eG Stichwort „Coronahilfe“ ein.
Wir versichern Ihnen, dass dieses Geld ausschließlich für die Abwendung des Hungers in Khayelitsha verwandt wird.